Ausbildung Ausbildungsablauf

Ausbildungsablauf

Die duale Ausbildung kombiniert auf einzigartige Weise die praktische Ausbildung in einem Betrieb mit der schulischen Bildung einer Berufsschule.

In der Bauwirtschaft wird darüber hinaus die praktische Ausbildung im Betrieb durch eine überbetriebliche Ausbildung ergänzt. Diese ist von besonderer Bedeutung, da die Baubetriebe, aufgrund des ständigen Wechsels der Baustellen, in der Regel keine permanenten Lehr- und Lernwerkstätten einrichten können. Aus diesem Grund wurden von der Bauwirtschaft eine Vielzahl überbetrieblicher Ausbildungsstätten aufgebaut, an denen die Auszubildenden einen festgelegten Teil  ihrer Ausbildungszeit ausgebildet werden. Die Ausbildungsordnungen der entsprechenden Berufe schreiben den Anteil der überbetrieblichen Ausbildung explizit vor.

Für Berufe, in deren Ausbildungsordnung keine überbetriebliche Ausbildung vorgesehen ist, können Ausbildungsbetriebe im eigenen Ermessen entscheiden, in welchem Umfang außerbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Die Regelausbildungszeit jedes Ausbildungsberufes ist in der Ausbildungsordnung festgelegt. Je nach Beruf kann diese 2 bis 3,5 Jahre dauern.


Bauausbildung – die 3 Lernorte

  • Im Ausbildungsbetrieb erlernen Sie praktische Fertigkeiten und Kenntnisse, die für Ihre berufliche Arbeit wichtig sind und Sie gewinnen Einblicke in den betrieblichen Alltag.
  • Im überbetrieblichen Ausbildungszentrum erwerben Sie, in Ergänzung der betrieblichen Ausbildung, weitere wichtige berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten.
  • Die Berufsschule hat die Aufgabe, Ihnen berufsbezogene und berufsübergreifende Lerninhalte zu vermitteln und Sie damit in die Lage zu versetzten, in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu handeln.

 

Downloads:
  1. Thüringer Blockunterrichtsplan der Bauwirtschaft 2019/2020 (PDF)
  2. Thüringer Blockunterrichtsplan der Bauwirtschaft 2020/2021 (PDF)

Prüfungen

Im Laufe Ihrer dualen Ausbildung müssen Sie zwei große Prüfungen ablegen:

  • In der Zwischenprüfung müssen Sie zeigen, auf welchem Lern-Niveau Sie sich befinden. Die Zwischenprüfung findet etwa in der Mitte der Ausbildung statt.
  • Die Abschlussprüfung – im Handwerk auch Gesellenprüfung – findet am Ende der Ausbildung statt. Sie wird in der Regel von den Prüfungsausschüssen der Industrie- und Handelskammern oder der Handwerkskammern abgenommen. Mit ihrem Bestehen gilt die Ausbildung als abgeschlossen. Die schriftlichen Zwischen- und Abschlussprüfungen der IHK werden in allen Bundesländern, abgesehen von Baden-Württemberg, gleichzeitig und mit identischen Aufgaben durchgeführt. Dadurch sind die Prüfungsergebnisse bundesweit vergleichbar.

Wenn die Prüfung nicht bestanden wird, kann die Ausbildung auf Antrag des Auszubildenden bis zum nächsten Prüfungswiederholungstermin verlängert werden. Insgesamt kann die Abschlussprüfung zweimal widerholt werden.

Hinweis: Durch einen Umbruch im Prüfungsverfahren finden in immer mehr Berufen so genannte „gestreckte Abschlussprüfungen“ statt. Das bedeutet, der erste Teil der Abschlussprüfung rückt an die Stelle der Zwischenprüfung. Diese Prüfung wird also bereits nach der Hälfte der Ausbildungszeit durchgeführt und ist auch relevant für die Gesamtnote der Ausbildung.